Landtagsbeschluss gegen Braunkohletagebau einstimmig!
Endlich geschah das, worauf die Braunkohletagebau-Gegner gewartet haben – die Abgeordneten des Landtages in Schwerin haben sich in ihrer 21. Sitzung am 11.07.07 mit diesem Thema erfolgreich auseinandergesetzt.
Widerspruch der Mibrag abgelehnt
Unter Punkt 13 der Tagesordnung: „Beratung des Antrags der
Fraktionen SPD, CDU, Linke und FDP kein Braunkohletagebau in der
Griesen Gegend“ (siehe
Beschlusstext)
konnten die Bürger aus Lübtheen, die gegen 18.00Uhr auf den
Zuschauerbänken des Landtages saßen, den Höhepunkt der 21. Sitzung
erleben.
Angeführt vom Landschafts- und Umweltminister Dr.
Backhaus, SPD und Wirtschaftsminister Seidel, CDU wurde den
Abgeordneten sehr sachlich die Problematik eines Tagebaus erläutert. Es
gab keine Argumente dafür, dass ein Tagebau Vorteile für die Griese
Gegend bringen würde, sondern dafür, dass ein Tagebau den Untergang für
diese Region bedeuten würde, und dass sich die Nachteile weit in das
Land Mecklenburg Vorpommern ausweiten würden. Herr Seidel erwähnte auch, daß der Mibrag inzwischen ein Ablehnungsbescheid zum Widerspruch zugeschickt wurde.
Die Linke Partei und die FDP schlossen sich uneingeschränkt in ihren Redebeiträgen diesen Meinungen an.
Als
es zur Abstimmung über diesen Punkt der Tagesordnung kam, gingen alle
Hände der Abgeordneten in die Höhe, keine blieb unten und alle
bekundeten einstimmig die Ablehnung des Tagebaus. Es gab weder eine Gegenstimme, noch eine Enthaltung.
Nach
der Sitzung gab es ein Gespräch zwischen dem Landwirtschafts- und
Umweltminister Dr. Backhaus und einigen Bürgern der Bürgerbewegung
gegen den Braunkohletagebau, bei dem dem Minister für sein Engagement
herzlich gedankt wurde.
Alle Parteien betonten jedoch in ihren
Redebeiträgen, dass damit nicht endgültig die Gefahr eines
Braunkohletagebaus vom Tisch ist. Sie baten die Bürgerinitiativen und
alle Bürger weiterhin wachsam zu bleiben und gegen diese Gefahr
weiterhin zu kämpfen.
Durch diesen Landtagsbeschluss besteht
jedoch für alle die Möglichkeit, einen vernünftigen und konstruktiven
Dialog mit den regierenden Parteien zu führen.
Auf gute Zusammenarbeit in diesem Sinne und Danke!