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Entscheidung über Brücke noch 2008

Gipfeltreffen: Landräte beraten mit Wulff über Elbquerung Neu Darchau - Das Land will nur 1,3 Millionen Euro zur Finanzierung beisteuern. Kritik kommt vor allem von den Grünen.

Lüneburg - Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung über den Bau der Elbbrücke bei Neu Darchau fallen. Darauf haben sich die Landräte Manfred Nahrstedt (Lüneburg, SPD) und Jürgen Schulz (Lüchow-Dannenberg, SPD) mit Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Dienstagabend in Hannover geeinigt. Umstritten ist die Finanzierung.

Das Land Niedersachsen will eine Brücke, die das rechtselbische Amt Neuhaus mit dem Landkreis Lüneburg verbindet. Der Lüneburger Kreistag will sie auch. Der Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg nur, wenn er nichts für Bau und Unterhaltung dazu geben muss. Der Haken an der Sache ist, dass sowohl das Verwaltungsgericht Lüneburg als auch das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht dem Landkreis Lüneburg die alleinige Planungshoheit abgesprochen haben.

Und so wurde die Elbbrücke zur jahrelangen Hängepartie, der Wunsch der Befürworter an beiden Ufern der Elbe blieb bisher unerfüllt.

Nahrstedt sagt: ,,Bis zum 20. Dezember muss ein Verwaltungsvertrag zwischen uns und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg vorliegen, der von beiden Kreistagen abgesegnet ist." Der Kontrakt solle regeln, wer die Brücke plant: einer der beiden Kreise komplett oder Lüneburg und Lüchow-Dannenberg jeweils eine Hälfte der Brücke. Ähnliches solle über die Folgekosten für die Bauunterhaltung vereinbart werden.

Ministerpräsident Wulff sagte am Rande seines gestrigen Besuchs der Universität in Lüneburg: ,,Die Landkreise müssen die Brücke wollen, dann wird sie auch kommen."

Nahrstedt ist optimistisch, dass die Mehrheit der Lüneburger Abgeordneten dem Vertrag zustimmen werde: ,,Ich glaube, wir werden unseren Teil bei der Kreistagssitzung am 15. Dezember erfüllen." Er sagt aber auch: "Wenn der Vertrag nicht zustande kommt, ist die Brücke nicht machbar."

Zünglein an der Waage und große Unbekannte ist der Kreistag Lüchow-Dannenberg. Landrat Jürgen Schulz sagt: ,,Bei der Kreistagssitzung im vergangenen März gab es Signale, dass wir uns nicht verweigern wollen. Trotzdem bleibt eine Unsicherheit."

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Ein Artikel von Stefan Bohlmann, erschienen am 02.10.2008 auf abendblatt.de


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